MEINE JAHRE ALS BÜRGERMEISTERIN

Meine 17 Jahre als Bürgermeisterin lassen sich nicht nur auf Jahreszahlen und Projekte herunterbrechen. Insgesamt galt es, von Beginn an gemeinsam mit der Bevölkerung unser Eckstedt zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehörte es, auf der einen Seite die Finanzen zu ordnen, Schulden zu tilgen, ungenutzte Gebäude in sinnvolle Nutzung zu bringen und die kommunale Infrastruktur zukunftsfähig auszurichten.

Auf der anderen Seite ist es durch herausragendes ehrenamtliches Engagement vieler Einzelner gelungen, die in der Nachwendezeit durch persönliche Umbrüche verloren gegangene Geselligkeit zurückzubringen. Schon bald war Eckstedt für sein Jahresprogramm der Vereine bekannt. Mir war es immer sehr wichtig, so viele Mitbürger wie möglich in die Prozesse einzubinden und möglichst generationsübergreifende Projekte anzustoßen. Beispiele sind der Generationenchor, Leseomis im Kindergarten und der Heimat-und Kirmesverein sowie die ehrenamtlich geführte Gemeindebibliothek.

Wo Jung und Alt zusammen Programme erarbeiten, gemeinsam planen und bauen und zusammen lachen, wird immer Verständnis füreinander aufgebracht. So wurden Seniorentanzveranstaltungen von Vereinen bewirtet, Patenschaften durch Vereine für die Kindertagesstätte übernommen, Gebäude, Spielplätze und sportliche Anlagen in handwerklicher Eigenleistung gestaltet und vieles mehr.

Mit Freude denke ich an diese Jahre zurück. Ich war zu Beginn meines Amtes recht jung. Diese Jahre haben mich geprägt. Ich habe gelernt, dass nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort im ständigen Dialog etwas erreicht werden kann und dass sich unser Thüringen ohne Ehrenamt niemals so großartig hätte entwickeln können.